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Klostergeflüster in Götschendorf


In der Uckermark entsteht bis Ende 2008 ein Domizil für Mönche der russisch-orthodoxen Kirche

Katrin Bischoff

GÖTSCHENDORF. Zuletzt haben es sich die Mitarbeiter des Rates des Bezirks Frankfurt (Oder) im Schloss Götschendorf in der Uckermark gemütlich gemacht. Das war vor der Wende, das Anwesen diente als Ferien- und Schulungsheim. Dann zog die Ruhe und der langsame Verfall in das Gutshaus. Jahrelang bemühte sich das Land Brandenburg vergebens, das Schloss am Kölpinsee zu verkaufen. Nun endlich ist es geschafft. Das Anwesen hat einen neuen Schlossherren, dazu noch einen außergewöhnlichen: die Berliner Diözese der russisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats. 30 Mönche sollen hier demnächst einziehen. Es wird das westlichste russisch-orthodoxe Kloster in Europa sein und damit mit Sicherheit ein Anziehungspunkt, nicht nur für gläubige Russen - davon geht Norbert Kuchinke aus.

Kuchinke war lange Jahre Spiegel-Korrespondent in Moskau. Er ist der Vater der Kloster-Idee. Kuchinke hat Bücher über das Leben der Mönche in der einstigen Sowjetunion geschrieben und Filme gedreht. Jetzt lebt er in Berlin, aber die Liebe zur Ikonenmalerei und die Schönheit der liturgischen Gesänge haben ihn nie los gelassen. "Deutsche und Russen haben ein gutes Verhältnis zueinander. Ich wollte etwas Beständiges schaffen, etwas, wo sich Deutsche und Russen treffen können", erzählt Kuchinke. So entstand die Idee eines Klosters samt Begegnungsstätte. Er fuhr nach Moskau, unterbreitete seine Idee dem Patriarchen. Das Kirchenoberhaupt stimmte dem Projekt zu.

Bei der Suche nach einer geeigneten Immobilie half Kuchinkes Freund, Aribert Großkopf, einst Abteilungsleiter in der Potsdamer Staatskanzlei. Die Wahl fiel auf das 1910 im spätklassizistischen Stil gebaute Schloss in Götschendorf, einem Ortsteil von Milmersdorf. Ende des vergangenen Jahres war der Kaufvertrag unterschrieben. Über den Kaufpreis schweigen Kuchinke und Großkopf. Allerdings musste sich die russisch-orthodoxe Kirche verpflichten, vier Millionen Euro in das Anwesen zu investieren.

Das Geld ist auch nötig: Das Schloss mit seinen 1 300 Quadratmetern Nutzfläche wird saniert und zum Gästehaus umgebaut, erzählt Kuchinke. Im Erdgeschoss soll es einen Saal für Veranstaltungen geben. In das Mehrfamilienhaus auf dem Grundstück werden die Mönche einziehen. In einigen Monaten beginnen die Bauarbeiten für eine neue Steinkirche, deren Turm 25 bis 27 Meter hoch in den Himmel wachsen wird.

"Wir haben die Bauvoranfrage für den Kirchenbau positiv entschieden", sagt Amtsdirektor Bernd Brandenburg. Die Vorabstimmungen für die Bauanträge laufen. Der Amtsdirektor sagt, dass man die Pläne, ein Kloster zu errichten, positiv aufgenommen habe. "Von Beginn an sind die Bewohner von Götschendorf eingeweiht worden", sagt Brandenburg. Es habe sozusagen immer ein offenes "Klostergeflüster" gegeben. Zudem sei man froh, dass das Schloss endlich genutzt wird.

Milmersdorfs Bürgermeister Klaus-Christian Arndt gibt zu, dass er zunächst einmal "ein klein wenig überrascht" war als er gehört hatte, wer der neue Schlossbesitzer ist. "Mit einem Kloster und Mönchen rechnet man ja auch nicht unbedingt, wenn es heißt, ein Investor sei gefunden", sagt er. Aber die Gemeinde habe mit den neuen Eigentümern von Anfang an "eine Supergesprächsgrundlage" gehabt. "Herr Kuchinke kam zu uns, hat mit den Einwohnern gesprochen und auch einen Film über das sehr einfache Leben in so einem Kloster gezeigt", erzählt der Bürgermeister.

Ende 2008 soll das Kloster fertig, die Kirche geweiht sein. "Die Mönche, die vielleicht fünf Jahre, vielleicht ein ganzes Leben dort verbringen, werden beten und arbeiten", sagt Norbert Kuchinke. Sie werden Obst und Gemüse anbauen und einen Klosterladen betreiben. Auch an eine Gaststätte mit russischer Küche ist gedacht. "Auf keinen Fall werden die Mönche aber durch die Gegend laufen und missionieren", sagt Kuchinke. Auch die Mär von einer heimlichen Zentrale des russischen Geheimdienstes KGB sei "purer Blödsinn".

Er glaubt, dass zahlreiche Touristen und vor allem Pilger nach Götschendorf kommen werden. "Schließlich muss jeder russische Gläubige einmal im Jahr ein Kloster besuchen. In Frankreich und Belgien gibt es russisch-orthodoxe Gemeinden. Deren Mitglieder werden in die Uckermark pilgern", ist Kuchinke überzeugt.

( Erschienen im gedruckten Berliner Zeitung vom 24.03.2007 )

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