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Russisch-orthodoxe Mönche ziehen in die Uckermark



Russisch-orthodoxe Mönche ziehen in die Uckermark

Erstes Kloster in Westeuropa entsteht in Götschendorf - Heimat für 30 Geistliche

von Burkhard Fraune


Götschendorf/dpa. Still liegt das alte Schloss Götschendorf in der Sommersonne, Grillen zirpen, hin und wieder rumpelt ein Auto über die Dorfstraße - sonst Stille. In der Abgeschiedenheit der Uckermark, zwischen Templin und Angermünde, soll das erste russisch-orthodoxe Kloster des Moskauer Patriarchats in Westeuropa entstehen. Bis zu 30 Mönche werden hier beten und arbeiten, sagt der Initiator, Norbert Kuchinke. Im dünn besiedelten Nordosten Brandenburgs entsteht ein einzigartiges Schaufenster in die Welt der Popen und Patriarchen.

Schmutzige Marmorstufen führen in hohe Räume, das alte Parkett knarzt. Durch spinnenwebenbehangene Fenster geht der Blick über die verwitterte Freiterasse in einen Park, der zur Kuhweide verkommen ist; der Blick zum Kölpinsee ist zugewachsen. Früher gab im Saal der Adel Empfänge, dann erholten sich hier NVA-Soldaten, später tagte der Rat des Bezirks Frankfurt (Oder) in dem Gemäuer; futuristische Zwischendecken aus Gips künden von der DDR-Zeit. Zuletzt interessierte sich niemand mehr für den leeren Herrschaftssitz. Putz bröckelte, Gras wuchs in Dachrinnen. Götschendorfs Glanz verblich.

«Da werden die Mönche wohnen», sagt Kuchinke und weist auf ein graues Dienstbotengebäude nebenan. «Außerdem wird ein Refektorium angebaut, der Speisesaal.» Der markanteste Neubau soll schräg vor dem Schloss stehen, direkt an der Hauptstraße am Dorfeingang: Eine romanische Kirche mit einem 27 Meter hohen Turm.

«Ich bin sehr gespannt darauf», sagt der Superintendent der evangelischen Kirche in der Region, Uwe Simon. Die Menschen in den wenigen Häusern im Dorf erwarteten zwar mit vorsichtiger Distanz die neuen Mitbürger aus Russland, doch der Ort könne profitieren. «Und wenn es das ökumenische Gespräch belebt, freue ich mich sehr.»

Dafür müssten aber auch Gesprächspartner von außerhalb kommen, denn in der Region gehört nur noch etwa jeder Fünfte der Kirche an. Kuchinke träumt von Seminaren in dem Schloss, von politischen und religiösen Diskussionen mit prominenten Sprechern aus Ost und West. Von Konzerten, einem Kloster-Café, Bio-Landwirtschaft und -Brauerei.

Das Dorf, das bislang allenfalls die Lastwagen des örtlichen Betonwerks erschütterten, soll Besucher aus ganz Deutschland locken, wo bislang lediglich bei München 16 Mönche und Nonnen der russischen Auslandskirche ein eher zurückgezogenes Klosterleben führen. Auf Besucher hofft auch der für Götschendorf zuständige Amtsdirektor, Bernd Brandenburg. Für das Land, ja für die deutsch-russischen Beziehungen könne das kleine Dorf wirklich bedeutsam werden.

Buschige Augenbrauen hinter Brillengläsern, dünnes, nackenlanges graues Haar, ein grobes weißes Leinenhemd ohne Kragen - der 67 Jahre alte Kuchinke hat das Äußere eines Intellektuellen, nicht eines Bauherrn. In der Tat war der frühere Moskau-Korrespondent des «Spiegel» nur der Ideengeber und begleitet jetzt das Projekt. Doch warum will der Katholik ein orthodoxes Kloster? «Ich liebe die Liturgie, diese Gesänge», sagte der 67-Jährige. Ohnehin gebe es mehr Gemeinsames als Trennendes zwischen Katholiken und Orthodoxen.

Die Kosten des Kloster-Projekts, das Kuchinke gemeinsam mit dem Patriarchat von Moskau angeschoben hat, übernimmt nach seinen Worten ein Unternehmen aus der russischen Metallindustrie. Fünf bis sechs Millionen Euro würden gebraucht, Fördergeld aber nicht beantragt. Gekauft habe «der Sponsor» das Anwesen vom Bund für einen Euro. Dass das Unternehmen den repräsentativen Bau auch zur Selbstdarstellung nutzen wird, schließt der Ideengeber nicht aus.

Bis dahin ist noch viel zu tun. Nach knapp drei Monaten Arbeit ist der Keller trocken gelegt, neue Wasserleitungen ziehen sich durch Gräben zwischen Containern. Ende 2008 soll das Kloster fertig sein, schon in diesem Jahr sollen die ersten Mönche kommen, um den Bau mitzuerleben. In Worten des heiligen Augustinus spricht aus Kuchinke Zuversicht: «Nur wer selbst brennt, kann andere entflammen.»

  (aus der Mitteldeutsche Zeitung, 28.08.07)
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1188124886295

In Götschendorf entsteht das erste Kloster der russischen Kirche in Westeuropa Der Umbau des früheren Schlosses soll bis Ende 2008 abgeschlossen sein

Von Andreas Voigt
23.12.2007 0:00 Uhr


Götschendorf - Lange Zeit war Schloss Götschendorf ein reichlich gottloser Ort. In der DDR diente das 1300 Quadratmeter große Haus zwischen Templin und Angermünde in der Uckermark als Tagungsstätte für SED-Funktionäre des Bezirks Frankfurt (Oder). Nach dem Mauerfall wurde es noch bis 1993 als Pension genutzt, seither stand das spätklassizistische Anwesen leer und verfiel zunehmend. Dabei liegt es, umgeben von einem vier Hektar großen verwilderten Park, geradezu idyllisch am Kölpinsee. Und bald soll in den maroden Prachtbau auch wieder neues Leben einziehen. Gut eine Autostunde von Berlin entfernt entsteht hier das erste Kloster der russisch-orthodoxen Kirche in Westeuropa.

Die ersten der rund dreißig Mönche der Berliner Diözese werden für Anfang nächsten Jahres in Götschendorf erwartet. „Für sie wird gerade das ehemalige Dienstbotengebäude auf dem Schlossgelände hergerichtet", sagt Norbert Kuchinke, der Initiator. Aus dem Schloss selbst soll nach dem Umbau ein Klosterhotel werden. Den Mittelpunkt der Anlage, zu der auch eine Gärtnerei und ein Restaurant gehören sollen, werde aber eine 27 Meter hohe Kirche bilden, die ebenfalls bereits im Bau ist. „Ende 2008", so hofft Kuchinke, „wird das Kloster dann seinen Betrieb aufnehmen." Ihm schwebt über den Klosterbetrieb hinaus „ein Zentrum der Begegnung" vor, der Begegnung insbesondere zwischen der katholischen und der russisch-orthodoxen Kirche. Beide Konfessionen hätten viel mehr Gemeinsamkeiten als allgemein angenommen, sagt Kuchinke.

Der 67-Jährige kennt beide Welten. Klöster und Mönchschöre faszinierten den gebürtigen Schlesier und gläubigen Katholiken schon als Kind. Später arbeitete er in Moskau als Russlandkorrespondent, unter anderem für den „Spiegel". Noch heute ist er tief beeindruckt von der ersten Ikonen-Liturgie, die er in einem russisch-orthodoxen Kloster nahe Moskau 1964 erlebte. „Der Gesang von 60 Mönchen, das war wie eine große religiöse Oper." Kuchinke hat die Begeisterung für den orthodoxen Ritus der Gottesdienstfeier bis heute nicht losgelassen. Seitdem versucht er immer wieder, Brücken zwischen der katholischen und russischen Kirche zu spannen.

Nachdem der seit 2003 in Berlin lebende Journalist und Autor von zahlreichen Russlandbüchern das Moskauer Patriarchat – die Führung der russisch-orthodoxen Kirche – für seine Idee gewinnen konnte, kaufte deren Berliner Diözese Ende 2006 das Schloss dem Land Brandenburg für einen symbolischen Betrag von einem Euro ab. „Allerdings mit der Auflage, mindestens vier Millionen Euro in das Projekt zu investieren", sagt Kuchinke, der die Gesamtkosten für die Klosteranlage auf sechs bis sieben Millionen Euro beziffert. Bezahlen werde ein Unternehmen aus der russischen Metallindustrie als Sponsor.

In dem 200-Seelen-Dorf Götschendorf sieht man dem Klosterprojekt dennoch nicht unbedingt enthusiastisch entgegen. „Die Reaktionen auf das Kloster sind eher verhalten", sagt Klaus-Christian Arndt, der Bürgermeister der zuständigen Gemeinde Milmersdorf. Zwar hat Kuchinke den mehrheitlich atheistischen Bewohnern im Vorfeld der Umbauten einen Film über das einfache Leben in einem russischen Kloster gezeigt und ordentlich die Werbetrommel für sein Projekt gerührt. „Doch den meisten fehlt der Bezug zu dieser ihnen unbekannten spirituellen Welt", vermutet Arndt.

Gleichwohl sieht der Bürgermeister das zukünftige „Sankt-Georg-Kloster" als Chance für die kleine Gemeinde. „Erst einmal schafft es Arbeitsplätze. Und vielleicht wird es ja – wie Kuchinke immer wieder betont – tatsächlich ein touristischer und kultureller Anziehungspunkt", hofft der Bürgermeister.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 23.12.2007) 

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